Erstmalige Opferkampagne in Sambia und interreligiöser Austausch PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Musa Saidi   
Donnerstag, 13. Dezember 2007

Im Namen der Muslim Youth Form möchten wir uns bei der IHH (TR)-Stiftung für Humanitäre Hilfe und der Türkei für diese erstmalige Opferkampagne in Sambia bedanken. Wir grüßen damit unsere weit entfernten Geschwister, die uns diese Opfer beschert haben. Die angestrebte Kampagne wurde trotz einiger Hindernisse wie geplant durchgeführt, alhamdulillah. Wir bitten deshalb Allah euch für eure Bemühungen auf diesem Wege reichlich zu belohnen.

Sambia ist ein Staat im südlichen Afrika und grenzt an folgende 8 Nachbarstaaten: Angola, die Demokratische Republik Kongo, Tansania, Malawi, Mosambik, Simbabwe, Botsuana und Namibia. Die Bevölkerungsdichte beträgt nahezu 12 Millionen Menschen, von denen 80 % christlich sind. Die Muslime machen ca. 10 % aus, deren ökonomische Lage beklagenswert ist. 1996 wurde das Christentum als Staatsreligion gesetzlich verankert und die Bevölkerung als christlich annonciert, weshalb für uns Muslime diese Opferkampagne einen hohen symbolischen Wert trägt.

 

1048 Menschen konnten von den 100 Opferanteilen dieser Opferkampagne profitieren. (Niemand kann wissen, wie groß die Belohnung für alle an der Kampagne beteiligten Geschwister sein wird.)

 

 ein interreligiöser Austausch wurde vereinbart

 

Am ersten Feiertag wurden vor dem Festgebet Predigten über die Geschichte der Opferung, d.h. die Opferbereitschaft von Ibrahim und Ismail (Friede sei mit ihnen) gehalten. An diesen Predigten nahmen auch Nichtmuslime teil, die die Predigt mit ihren Fragen bereicherten und in einen fruchtbaren Austausch umwandelten. Die an das Festgebet anschließenden Schächtungen wurden von den nichtmuslimischen Teilnehmern ebenfalls mit Neugier verfolgt. Am ersten Festtag wurden 10 Kühe geschlächtet und ihr Fleisch wurde in vier unterschiedlichen Moscheen insgesamt an 768 Menschen verteilt. Die Verteilung dauerte bis kurz vor das Nachtgebet.

 

Am zweiten Festtag wurden 4 Kühe und zwei Schafe geschlächtet und in der Kuomboka Moschee an 280 Menschen, die sich aus Witwen, Kindern, Älteren, behinderten Menschen und einigen Nichtmuslimen zusammensetzten, verteilt. Nach der Verteilung gab es eine Ansprache über die Wichtigkeit des Opferns. Erneut kam es mit den anwesenden Nichtmuslimen zu einem wertvollen Austausch, wodurch ein solcher monatlicher interreligiöser Austausch angeregt und vereinbart wurde. Die Verteilung endete vor dem Nachmittagsgebet, wodurch die Opferkampagne erfolgreich abgeschlossen wurde.

 

Drei Menschen haben den Islam angenommen

 

Der Erfolg dieser Opferkampagne bestand nicht nur aus der Verteilung der Opfertiere, sondern besonders aus der Konvertierung dreier Nichtmuslime im Anschluss an das Programm.

 

Wie wir bereits erwähnt haben, konnten auch Nichtmuslime unter den insgesamt 1048 Menschen von den Opfertieren profitieren.

 

Die Kampagne in diesem Jahr war die bisher umfangreichste, weshalb die rechtzeitige Finanzierung und Ausstattung ein weiterer Erfolg waren.

 

Natürlich gab es auch einige Schwierigkeiten, die wir erlebt haben. So konnten aufgrund der defizitären Ausstattung mit Fahrzeugen einige bedürftige Muslime nicht erreicht werden. Zudem stellte das Fehlen von ausreichenden Informationsbroschüren über den Islam, die wir an die nichtmuslimischen Teilnehmer hätten verteilen können, eine großes Defizit dar.

 

Wir hoffen und wünschen uns, dass ähnliche Kampagnen in den nächsten Jahren vermehrt durchgeführt werden. In diesem Zusammenhang möchten wir nochmals unseren aufrichtigen Dank an unsere türkischen Geschwister und Opfergabespender zum Ausdruck bringen und Gott bitten, diese Geschwister am jüngsten Tag nicht zu vergessen, so wie sie ihre afrikanischen Geschwister nicht vergessen haben.

 
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